Startseite / Archiv / Archiv 2013

Veranstaltungen im Rückblick
2013

WEBINAR- Serie
Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Europa:
Was dagegen tun?

Was ist eigentlich Rechtspopulismus und was unterscheidet diesen vom Rechtsextremismus? In welchen Mitgliedstaaten kommen rechtspopulistische Parteien vor und welchen Einfluss haben sie? Welche Thematik machen sich rechtspopulistische Parteien zu Eigen und welchen Einfluss hat die aktuelle Krise in Europa auf den Wahlerfolg? Wie haben sich antisemitische und islamfeindliche Tendenzen in den Gesellschaften Europas in den letzten Jahren entwickelt? Was sagt die Situation der europäischen Asylpolitik aus?

Mit diesen und weiteren Fragen möchten wir uns im Zeitraum November 2013 bis März 2014 befassen. In einer 9-teiligen Webinarreihe wollen wir uns damit auseinandersetzen und über Ursachen und Konsequenzen von Nationalismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus in Europa diskutieren. Darüber hinaus wollen wir uns in dieser Gruppe über Handlungsansätze austauschen, wie solchen Strömungen im Alltag und im Rahmen unserer Jugendbildungsprojekte begegnet werden kann. Wie reagieren auf rechte Stammtischsprüche? Wie erreichen wir auf politikferne Zielgruppen, sich mit dieser wichtigen Thematik auseinanderzusetzen? Die Gruppe richtet sich an interessierte Alumni aller Fachrichtungen sowie an alle, die beruflich oder ehrenamtlich in Jugendbildungsprojekten aktiv sind.

Das komplette Programm finden sie hier.


Block 1: Einführende Webinare

Session 1:
Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in West und Ost:
Trends, Muster und Herausforderungen

am 29.11.2013

Session 2:
Islamfeindlichkeit in Europa - Alltagsdiskriminierung, Sippenhaft und Integrationsdebatte
am 06.12.2013

Session 3:
Antisemitismus in Europa - Wo kommt er heute vor?
am 13.12.2013

Fachkonferenz
Prävention und Deradikalisierung:
Strategien im Kampf gegen Rechtsextremismus

am 29. November 2013

Die Bekämpfung von menschenfeindlichen Einstellungen, Hass und Gewalt ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Prävention ist gefragt und wo nötig auch Repression. Aber welche Faktoren beeinflussen Radikalisierungsprozesse, die im Extremfall zu rassistisch motivierten Morden und zur Herausbildung rechtsterroristischer Strukturen führen können? Welche Interventionsinstrumente existieren? Welche Rahmenbedingungen müssen von der Politik gesetzt werden? Welche Rolle spielen Sicherheitsorgane, Justiz und Zivilgesellschaft? Wo besteht konkreter Handlungsbedarf? Was wissen wir über Radikalisierungsprozesse in rechtsextremen oder auch islamistischen Milieus und welchen Beitrag können Aussteigerprojekte in diesem Zusammenhang leisten?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich diese internationale Fachtagung im Rahmen des XENOS-Sonderprogramms "Ausstieg zum Einstieg".

Mehr Informationen finden Sie hier im Programm.

HINWEIS:
Sollten Sie am Audio-Mitschnitt der Konferenz interessiert sein, wenden Sie sich bitte an: Sebastian.Serafin@fes.de.

Cover der Studie

Buchpremiere

David Ranan
Die Schatten der Vergangenheit sind noch lang
Junge Juden über ihr Leben in Deutschland

Lesung und Gespräch mit David Ranan und Dr. Ralf Melzer am 26. November 2013 in der
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin

Programm
Mehr Informationen zum Buch finden Sie unter www.nicolai-verlag.de

 

Theaterabend
"Brauner Zucker"

am 20. November 2013 im Ballhaus Ost Berlin

Es besteht eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, rechtsextreme Ideologien zu bekämpfen. Diese These stand am Anfang der Arbeiten zum Projekt "Brauner Zucker". Über vielfältige Recherchen näherte sich das künstlerische Team um Regisseurin Anne Schneider und Autorin Sophie Nikolitsch gemeinsam mit den Schauspielern und Musikern verschiedenen Figuren und Erscheinungsformen des rechtskonservativ-völkischen und neonazistischen Spektrums an.
Mehr Informationen finden Sie hier im Programm.

Rechtsextremismus im ländlichen Raum

Nach einer Konferenz mit der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) im vergangenen Jahr zum Themenkomplex Rechtsextremismus und Engagement im urbanen Raum, widmete sich das Projekt "Gegen Rechtsextremismus" der Friedrich-Ebert-Stiftung 2013 mit einer Fachkonferenz am 15. Oktober 2013 in Berlin den spezifischen Erscheinungsformen von Rechtsextremismus in ländlichen Gegenden.

Ein vollständiges Programm finden Sie hier.

Engagiert gegen Antisemitismus:
Strategien und Herausforderungen

Fachtagung vom 30. bis 31. August 2013, im Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
in Kooperation mit dem "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt"
Engagement gegen Antisemitismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Was kann man in Vereinen, Initiativen und Verbänden oder Bildungseinrichtungen ganz konkret gegen antisemitische Vorurteile tun? Und was sind erfolgreiche Konzepte und Strategien, um Antisemitismus entgegenzuwirken? Diese und andere Fragen waren bei der Fachtagung unsere Themen. Besonders wichtig war es uns dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen sowie Praxistipps auszutauschen.

Programmpunkte (Auswahl):

  • Gespräch mit Daniel Alter, Rabbiner und Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde Berlin
  • Workshops zu den Themen Begegnungen statt Vorurteile, Antisemitismusprävention durch Erinnerungsarbeit, Aktiv gegen Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft, Engagement gegen Antisemitismus als Teil der Rechtsextremismusprävention
  • Besuch im jüdischen Theater BIMAH
  • World-Cafés u. a. zu den Bereichen Jugendarbeit, Geschichte und Öffentlichkeitsarbeit, interreligiöse Zusammenarbeit

Das Programm finden Sie hier.

Die Mitte im Umbruch
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland

Vorstellung der Studie und Diskussion am Donnerstag, 18. Juli 2013, 19.00 Uhr,
im Mehrgenerationenhaus Bad Nenndorf, Bahnhofstraße 67
31542 Bad Nenndorf

Das Landesbüro Niedersachsen der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) unterstützt die Zivilcourage und den Widerstand gegen Rechts und hat in Zusammenarbeit mit dem Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" und dem VfL Bad Nenndorf den Herausgeber der FES-Studie "Die Mitte im Umbruch", Dr. Ralf Melzer, eingeladen.
Wir diskutierten gemeinsam mit Ralf Melzer, regionalen AkteurInnen und Ihnen im Anschluss an die Vorstellung der Studie Perspektiven für den Kampf gegen Rechts.
Mehr Informationen finden Sie hier .

Internationale Dimension des Rechtsextremismus:
Netzwerktreffen in Warschau

12. bis 16. Juni 2013

Zum inzwischen zehnten Workshop traf sich 2013 auf Einladung des FES-Projekts "Gegen Rechtsextremismus“ das von Friedrich-Ebert-Stiftung, Southern Poverty Law Center und Simon-Wiesenthal-Center initiierte internationale Expertennetzwerk Rechtsextremismus.
Örtliche Gastgeber in diesem Jahr waren die “Never Again“-Association und das FES-Büro in Warschau. Vertreten waren u.a. auch die Anti-Defamation League und der Community Security Trust. Mit einem thematischen Schwerpunkt auf Osteuropa und den USA diskutierten vom 12. bis 16. Juni Wissenschaftler und Experten aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Rechtsextremismus, Hate Crimes und rassistisch motivierte Gewalt in Europa und den Vereinigten Staaten.
Daneben standen ein Treffen im Sejm mit dem polnischen Abgeordneten Robert Biedron sowie Besuche und Gespräche im OSCE-Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) und in dem im Aufbau befindlichen Museum of the History of Polish Jews auf dem Programm.

27. Mai 2013 | Berlin | Konferenz

Cover der Publikation

DIE ANDEREN SIND WIR
Ein Europa der Vielfalt gegen Menschenfeindlichkeit

Konferenz mit Martin Schulz und Cecilia Malmström anlässlich der Vorstellung des FES-Sammelbandes
Rechtsextremismus in Europa
Länderanalysen, Gegenstrategien und arbeitsmarktorientierte Ausstiegsarbeit

WE ARE THE OTHERS
A Europe of Diversity against Racism

Conference with Martin Schulz and Cecilia Malmström on the occasion of the presentation of the FES Publication
Right-Wing Extremism in Europe
Country analyses, counter-strategies and labor-market oriented exit-strategies

Konferenz und Sammelband leisten einen Beitrag zur aktuellen Bestandsaufnahme des Problems und zur Erörterung von Gegenstrategien und Perspektiven einer wirkungsvollen Positionierung gegenüber der radikalen Rechten in Europa, für die die Europäische Union ein bevorzugtes Feindbild ist.
Umso mehr gilt es, Europa für seine Bürger als positiven Identifikationspunkt zu erhalten und rassistischer Ideologie offensiv das europäische Leitbild einer demokratischen Gesellschaft entgegenzusetzen, die auf Menschenrechten, Vielfalt und sozialer Gerechtigkeit beruht.

Mehr Informationen finden Sie im Programm.
Further information are to be found in our program/invitation (engl.).

Auf dieser Website finden Sie weitere Informationen zur Publikation und eine Dokumentation der Konferenz.

On this website you can find more information about the FES anthology.

Polizeieinsatz gegen Rechtsextreme in Wrocław

Bericht zur Eröffnungsveranstaltung der FES-Ausstellung "Leitbild Lassalle. Sozialdemokratie in Polen und Deutschland"

Im Mai 2013 konnte die SPD ihr 150jähriges Jubiläum feiern. Nur wenige Monate zuvor, im November 2012 ist die Polnische Sozialistische Partei (PPS) 120 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erstellte das Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung im Frühjahr 2013 eine polnischsprachige Ausstellung unter dem Titel: "Leitbild Lassalle. Sozialdemokratie in Polen und Deutschland“, die am 22. Juni 2013 in Breslau, der Geburtsstadt Ferdinand Lassalles, eröffnet wurde.
Lesen Sie mehr hier im Bericht.

Internationale Rechtsextremismuskonferenz in Oslo

Am 14. und 15. Mai 2013 hat das norwegische Außenministerium eine internationale Konferenz unter dem Titel "Right-wing Extremism an Hate Crime: Minorities under Pressure in Europe and Beyond" ausgerichtet.

Die gesamte Konferenz ist als Webcast dokumentiert. Die Videos der beiden Konferenztage (in englischer Sprache), unter anderem mit den Reden des norwegischen Außenministers, Espen Barth Eide, und des Leiters des FES-Projekt "Gegen Rechtsextremismus", Ralf Melzer, sowie eine Ergebniszusammenfassung finden sich auf der Konferenzwebsite: www.rehc2013.org
Ein Konferenzbericht (englisch) findet sich hier.

7. Mai 2013 | Berlin | Gespräch

"UNERWÜNSCHT!"
Zeitzeugengespräch mit Kurt Salomon Maier

Veranstaltungsort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas,
Ort der Information, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Kurt Salomon Maier (*1930) wurde als jüngster Sohn des Kaufmanns Siegfried Maier und seiner Frau Charlotte in Kippenheim geboren. Er verbrachte dort seine Kindheit, bis er - zusammen mit etwa 6.500 Juden aus Baden und der Saarpfalz - am 22. Oktober 1940 von den Nationalsozialisten in das französische Lager Gurs deportiert wurde. Ihm gelang die Auswanderung über Marseille und Casablanca nach New York. Zum Ableisten seines Militärdienstes in der US-Armee kehrte er zwischen 1952 und 1954 nach Deutschland zurück.
Anschließend studierte er deutsche Literatur und Geschichte in New York und an der Freien Universität in Berlin. Später arbeitet er in der Abteilung für deutsche Geschichte und Literatur der "Library of Congress" in Washington. In "Unerwünscht: Kindheits- und Jugenderinnerungen eines jüdischen Kippenheimers" aus dem Jahr 2011 beschreibt er sein Leben.
Veranstaltungsprogramm

6. Mai 2013 | Berlin | Fachtagung

Recht gegen Rechte
Justiz und Gesetzgebung gegen Alt- und Neunazis in Deutschland seit 1945

in Kooperation mit dem Forum Justizgeschichte

Bei unserer Fachtagung haben wir uns mit dem justiziellen Vorgehen und den legislativen Normsetzungsprozessen gegen Rechtsextremismus seit 1945 bis heute beschäftigt.
Welche Debatten waren zu führen, welche juristischen Normen wurden entwickelt und genutzt und wie gestaltete sich dies in den verschiedenen Rechtsgebieten? Was können wir auf dieser Grundlage heute in die juristische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus einbringen? Gibt es noch Defizite und wo liegen die aktuellen Herausforderungen für Justiz und Gesetzgebung bei der Fortentwicklung des Rechts gegen Rechtsextreme?
Mehr Informationen finden Sie hier im Programm.

Julian Barlen, © FES

Netzwerk Gegen Rechtsextremismus in Rostock

Auf Einladung des FES-Landesbüros Mecklenburg-Vorpommern stellte Ralf Melzer am 25.02.2013 im Rahmen eines Treffens des Netzwerks Gegen Rechtsextremismus im Peter-Weiss-Haus in Rostock die aktuelle FES-Studie "Die Mitte im Umbruch" vor.

Mit dabei auch Julian Barlen (Foto), SPD-Landtagsabgeordneter und Projektleiter von "Storch Heinar/ENDSTATION RECHTS".
(Foto: FES)